Coppers Mama Violetta hat die typische Straßenhundspirale durchlaufen, wie so viele Hunde vor ihr und vermutlich, solange sich nichts drastisch ändert, noch viele weitere Hunde nach ihr. Ein ungewollter Niemandshund, der noch mehr ungewollte Niemandshunde produziert und von der Stadt ans Tierheim gemeldet wurde, um nicht weiter zur Last zu fallen. Doch damit ist für Mama Violetta und ihre Babys Copper, Blacky, Laurel, Gray, Taupe und Türkis nun Schluss, sie sind keine Niemandshunde mehr, sondern Tapfere Pfoten. Den Kreislauf zu durchbrechen ist der erste Schritt in eine glückliche Zukunft als vollwertiges Familienmitglied. Copper hatte großes Glück, er durfte Ende 2024 sein Ticket nach Deutschland in den Pfoten halten und zog in eine liebevolle Pflegefamilie, die ihm den Weg in seine neue Zukunft ebnen möchte.
Copper zeigt sich in seiner Pflegefamilie als typischer Junghund. Er ist verspielt und aufgeweckt, zugleich aber auch sehr liebevoll und kuschelbedürftig. Neugierig und lernwillig bestreitet er seinen Alltag und hat schon einige Lektionen des Hundeeinmaleins verinnerlicht.
Die Grundkommandos klappen schon relativ gut und Copper ist nahezu stubenrein. Mit dem ein oder anderen kleinen Unfall nach dem Umzug in das neue Zuhause sollte man dennoch immer mal rechnen. Der junge Rüde hat schon gelernt, dass er auch mal alleine zuhause bleiben kann, ohne die Wohnung umzudekorieren und das Mitfahren im Auto meistert Copper auch schon sehr gut.
Copper versteht sich gut mit Artgenossen. Wir können uns gut vorstellen, dass er zu einem bereits vorhandenen Hund ziehen könnte. Über eine Hundefreundschaft würde er sich sicher freuen.
Natürlich kann die Anfangszeit in einer neuen Umgebung immer etwas holprig verlaufen, daher sollte man - auch wenn Copper das Leben in einer Familie bereits kennt - Zeit und Ruhe zum Ankommen geben und von vorne herein gezieltes Training in den Alltag einfließen lassen. Hier ist der Besuch einer Hundeschule ratsam, die einen auf diesem Weg unterstützt, denn das Abenteuer Junghund ist zwar wunderschön, aber auch immer eine kleine Herausforderung.
Bei den tierärztlichen Blutuntersuchungen kam heraus, dass Copper unter einem Befall von Hepatozoonose leidet. Dies ist eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Die Krankheit ist auch in Deutschland gegenwärtig und kommt bei 99 Prozent der Hunde nicht zum Ausbruch, bei den meisten Hunden ist es nur ein Zufallsbefund und man geht davon aus, dass etwa jeder 3. Hund davon betroffen ist. Dennoch sehen wir uns in der Pflicht, darüber aufzuklären und jeden Hund möglichst gründlich zu untersuchen vor der Vermittlung. Hepatozoonose Hunde sollten kein Kortison bekommen, da dies einen Ausbruch der Krankheit begünstigt, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Gerne klären wir über die Krankheit bei einem persönlichen Gespräch auf.
Wer kann sich vorstellen, unserem hübschen Rüden ein dauerhaftes Zuhause zu bieten? Der meldet sich bei uns.
Steckbrief:
Rüde
Rasse: Mischling
Geboren: 25.04.2024
Größe: noch im Wachstum, aktuell 55cm, 15kg
Geimpft, gechipt, entwurmt
Nicht kastriert
Copper wurde leicht positiv auf Hepatozoonose getestet.
Copper ist auf einer Pflegestelle in Essen
Geeignet für:
Engagierte Anfänger
Singles, Paare oder Familien mit Kindern
Hunde in der Familie
Katzentest möglich
Die Beschreibungen sind subjektive Eindrücke unseres bulgarischen und deutschen Teams. Hunde sind Lebewesen und können sich in anderem, ihnen unbekanntem Umfeld anders präsentieren. Daher können unsere Beschreibungen nur ohne Gewähr sein.